Dampfdruck des Wassers

Wasser besteht aus H2O-Molekülen.

Da, wo flüssiges Wasser ist, das ein Stück freier Oberfläche hat, entsteht auch Wasserdampf, weil sich (einzelne, energiereichere) Moleküle von der Oberfläche des Wassers lösen und in den umgebenden Raum bewegen. Dieser Vorgang heißt Verdampfung und findet unentwegt statt.

Der entgegengesetzte Vorgang heißt Kondensation. Bei der Kondensation werden (einzelne, energieärmere) Wassermoleküle aus der Gasphase eingefangen und bleiben dann im flüssigen Bereich. Auch die Kondensation findet an einer solchen Grenzfläche fortwährend statt.

Wenn jetzt das flüssige Wasser und der angrenzende Wasserdampf längere Zeit eine gleichbleibende Temperatur haben, stellt sich ein dynamisches Gleichgewicht ein. Das bedeutet, dass in einem gewissen Zeitabschnitt genausoviele Moleküle verdampfen, wie kondensieren. Bei normaler Beobachtung ist also weder eine Verdampfung noch eine Kondensation festzustellen.

Die drei Aggregatzustände, fest, flüssig und gasförmig werden so erklärt:

Bei Wasser im festen Aggregatzustand – Eis, Schnee oder Reif – sind die Moleküle dicht beieinander in einem sogenannten Kristallgitter angeordnet. Zu jedem Molekül gehört ein fester Ort im Kristallgitter, um den es schwingende Bewegungen ausführt.

Bei flüssigem Wasser sind die Moleküle ebenfalls dicht beieinander, aber nicht mehr an einen festen Ort gebunden. Ihre Schwingungen sind stärker.

Im gasförmigen Aggregatzustand des Wassers – Wasserdampf – sind die einzelnen Wassermoleküle unanhängig voneinander unterwegs. Sie stoßen allerdings häufig zusammen, ändern dadurch Richtung und Geschwindigkeit (ähnlich den Stößen der Kugeln auf einem Billardtisch).