Messgrößen der Luftfeuchte

Um die Luftfeuchte mengenmäßig zu bestimmen, werden – je nach Verwendungsbereich – verschiedene Messgrößen verwendet.

φ

Im Alltag am häufigsten verwendet wird die relative Feuchte φ , eine Verhältniszahl, die meist in Prozent angegeben wird. Die relative Feuchte gibt an, welcher Anteil des jeweiligen Höchstwertes der Feuchte vorhanden ist.

Wichtig ist, dass die relative Luftfeuchte (rF, RF, rH, RH) nur in Verbindung mit der dazugehörenden Lufttemperatur etwas über die Feuchte der Luft aussagt:
Außenluft im Winter mit 95 % rF enthält in der Regel deutlich weniger Wasserdampf,
als die gleichzeitig mit 40 % rF gemessene Raumluft!

c

Die Wasserdampfkonzentration c gibt an, wieviel Gramm Wasserdampf sich in einem Kubikmeter Luft befinden. Diese Größe wird oftmals als absolute Feuchte bezeichnet,
weil sie – im Gegensatz zur relativen Feuchte – nicht von einer Temperaturangabe abhängt.

td

Der Taupunkt td (genauer: die Taupunktstemperatur) ist die Temperatur, bei der sich aus der umgebenden Luft an einer kühler werdenden Oberfläche Tau zu bilden beginnt.

s

Die spezifische Feuchte s gibt an, wieviel Gramm Wasserdampf in einem Kilogramm (feuchter) Luft enthalten sind.

x

Der Wasserdampfgehalt x gibt an, wieviel Gramm Wasserdampf in einem Kilogramm trockener Luft enthalten sind.

pw

Der Partialdruck pw (Teildruck) des Wasserdampfes ist derjenige Teil des Luftdruckes einer Probe, der durch Stöße von Wasserdampfmolekülen bewirkt wird.